Cities of translators Kyjiw Das Projektteam
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Das Projektteam

(c) Dmytro Vershynin

Dina Artemenko (*1990)

Die unabhängige Ukraine und ich, wir sind quasi im gleichen Alter, ich bin ein Jahr älter. Wie sie sehne auch ich mich nach einer Vergangenheit, an die ich mich kaum noch erinnern kann. Ich streite auch gern über die Vergangenheit. Manchmal phantasiere ich über die Zukunft. Mit jedem Jahr halte ich häufiger inne, um mich in meiner Umgebung umzuschauen. Die Gegenwart versuche ich in der Fotografie einzufangen.

 

(c) Ebba D. Drolshagen

Bettina Bach (*1965)

Wuchs zweisprachig in Deutschland und Frankreich auf. Nach einer Ausbildung an der Pariser Verlagsfachschule und einem Studium der Hispanistik und Kulturwissenschaften arbeitete sie zunächst als freiberufliche Korrektorin und Lektorin, seit 2002 als Übersetzerin, überwiegend aus dem Niederländischen und Französischen, u.a. Marente de Moor und Tommy Wieringa. Ihr Interesse gilt weiblicher und (post)kolonialer Literatur. In Workshops und Mentoraten vermittelt sie Fertigkeiten im literarischen Übersetzen.

Regelmäßig wird sie für ihre Arbeit ausgezeichnet, zuletzt 2019 mit dem Euregio-Schüler-Literaturpreis für die Übersetzung von Hugo Horiot „Der König bin ich“.

 

Foto: privat

Mark Byelorusets (*1943)

übersetzt aus dem Deutschen und Ukrainischen ins Russische, lebt in Kyiv. Gedichte und Prosawerke von  Paul Celan, Georg Trakl, Julian Schutting, Erwin Messmer, Hertha Kräftner, Günter Eich, Mannes Sperber, Herta Müller, Jan Wagner, Esther Kinski, Dragica Rajcic u.a. in seiner Übersetzungen sind in Zeitschriften sowie in Sammel- und Einzelausgaben veröffentlicht. Mark Byelorusets wurde mit dem Übersetzerpreis der Republik Österreich (1998) und für das Buch “Paul Celan. Gedichte. Prosa. Briefe” zusammen mit Tatjana Baskakova mit dem Andrej-Belyj-Preis (2008) ausgezeichnet.

 

© Björn Hänssler

Claudia Dathe (*1971)

studierte Übersetzungswissenschaft (Russisch, Polnisch) und Betriebswirtschaftslehre in Leipzig, Pjatigorsk (Russland) und Krakau. Nach längeren Auslandstätigkeiten in Kasachstan und der Ukraine arbeitete sie von 2009 bis 2020 als Koordinatorin für Projekte zum literarischen Übersetzen und zum europäischen Kulturaustausch am Slavischen Seminar der Universität Tübingen. Sie übersetzt Literatur aus dem Russischen und Ukrainischen, u.a. von Andrej Kurkow, Serhij Zhadan, Ostap Slyvynsky und Yevgenia Belorusez, und leitet Übersetzerwerkstätten. Im Jahr 2020 wurde sie zusammen mit Yevgenia Belorusez für das Buch „Glückliche Fälle“ mit dem Internationalen Literaturpreis ausgezeichnet. Im Übersetzen sucht und findet sie Begegnungen, Antworten und Fragen an das Leben.

 

Foto: privat

Sandra Hetzl (*1980 in München)

übersetzt literarische Texte aus dem Arabischen, u.a. von Rasha Abbas, Haytham El Wardany, Mohammad Al Attar, Kadhem Khanjar, Bushra al-Maktari, Aref Hamza, Aboud Saeed, Assaf Alassaf und Raif Badawi. Außerdem kuratiert sie Veranstaltungen und manchmal schreibt sie auch. Sie hat einen Master in Visual Culture Studies von der Universität der Künste in Berlin, ist Gründerin des Literaturkollektivs 10/11 für zeitgenössische arabische Literatur und des Mini-Literaturfestivals Downtown Spandau Medina.

 

Foto: privat

Polina Horodyska

arbeitet als Kuratorin, Kulturmanagerin und unabhängige Expertin in Fragen Kultur und Kreativwirtschaft. Sie gehört zur Initiativgruppe Translators in Action und leitet die NGO Das ukrainische Kulturzentrum.

 

Foto: privat

Mila Hryhorenko (*1996)

hat Kulturwissenschaften an der Mohyla-Akademie Kiew studiert. Sie unterrichtet Englisch. Sie interessiert sich für sowjetisches Kino, die Geschichte der elektronischen Musik und Fotografie.

 

(c) Mila Hryhorenko

Olesia Kamyshnykova

“Ich bin Übersetzerin, Dozentin und ein wenig Literaturwissenschaftlerin. Ich arbeite meistens mit Englisch und übersetze Sachtexte und Theatertexte. Mein Interesse gilt dem modernen Theater. Ich erziehe einen Kater. Ich hoffe, dass das Übersetzen für mich immer mit einem Gefühl des Abenteuers und der Entdeckung neuer Horizonte verbunden bleiben wird.”

 

Foto: privat

Ija Kiva (*1984)

ist Lyrikerin, Übersetzerin und Mitglied des ukrainischen PEN. Sie hat die beiden Gedichtbände “Ein Stück weiter weg vom Paradies” (2018) und “Die erste Seite des Winters” (2018) veröffentlicht und schreibt auf Russisch und Ukrainisch. Sie übersetzt ukrainische, polnische und belarussische Gedichte und Essays ins Russische und Ukrainische. Sie ist mit internationalen und ukrainischen Preisen sowie auf Festivals und Wettbewerben vielfach ausgezeichnet worden, u.a. auf dem internationalen Lyrikfestival “Emigrantenlaute” (2016), auf dem internationalen Lyrikwettbewerb “Hajvoronnja” (2019), mit dem Juri-Kaplan-Preis (2013), mit dem Preis des Verlags Smoloskyp (2018) sowie mit dem Übersetzerpreis Metaphora (2020). Sie war Preisträgerin im Zweiten Nestor-Litopysets-Turnier für Lyrik (2019). Ihr Band “Die erste Seite des Winters” wurde mit dem Förderpreis des Litakzent-Preises ausgezeichnet (2019).

 

(c) Michael Kellner

Patricia Klobusiczky (*1968)

Wuchs zweisprachig in Deutschland und Frankreich auf. Studierte literarisches Übersetzen in Düsseldorf und arbeitet nach ihrer Tätigkeit als Lektorin für den Rowohlt Verlag als literarische Übersetzerin aus dem Französischen und Englischen. Sie hat unter anderem Marguerite Andersen, Lina Ben Mhenni, Marie Darrieussecq, Louise de Vilmorin und William Bord ins Deutsche übersetzt.

Regelmäßig ist sie als Mentorin bei der Berliner Übersetzerwerkstatt tätig. Seit 2017 ist sie 1. Vorsitzende des Verbandes deutschsprachiger Übersetzer/innen literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ). Sie arbeitet in verschiedenen Jurys mit, u.a. für den Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis, für den Brücke Berlin Literatur- und Übersetzerpreis und für den Deutschen Verlagspreis.

 

Foto: privat

Nataliіa Lebedyntseva

Ist promovierte Philologin und arbeitet am Lehrstuhl für ukrainische Philologie und interkulturelle Kommunikation an der Nationalen Petro-Mohyla-Universität in Mykolaiv. Sie interessiert sich für poetische Praktiken, moderne Literaturtheorien und psychoanalytische Studien. Sie liest gern und noch lieber redet sie.

 

Foto: privat

Bohdan Lohvynovsky

Eigentlich bin ich Theaterregisseur, aber das Leben führt mich auf unvorhersehbaren Pfaden und bringt ständige Veränderungen mit sich. Gearbeitet habe ich bislang als Regisseur, im Schnitt  und als Fernsehregisseur. Im Moment fasziniert mich die Produktion von Animationen. Es ist paradox, aber genau diese Form der Tätigkeit bildet das Gleichgewicht zwischen künstlerischer Freiheit und mathematischer Kontrolle, das ich immer gesucht habe. Aber wer weiß schon, was als nächstes kommt?

 

Foto: privat

Susanne Macht

ist in Niederösterreich geboren und war von 1988 bis 2002 bei der Österreichischen Botschaft und österreichischen Außenhandelsstelle in Moskau, von 2005 bis 2021 beim Österreichischen Außenwirtschaftscenter in Kyiv tätig. Derzeit lebt sie in Wien und übersetzt aus dem Französischen und Russischen.

 

Foto: privat

Sofija Onufriv (*1970)

studierte Germanistik und Verlagswesen in Lwiw. War Redakteurin der unabhängigen Kulturzeitschrift "Ї" гтв Mitorganisatorin zahlreicher deutsch-ukrainischer Kulturprojekte. Derzeit arbeitet sie als Dolmetscherin und Übersetzerin und leitet Reisen nach Lwiw und Charkiw für den Berliner Reiseveranstalter Ex Oriente Lux Reisen. 

 

(с) Oleksandr Popenko

Tanja Rodionova

übersetzt und leitet Kulturprojekte. Im Jahr 2013 initiierte sie die Gründung der Übersetzervereinidung VERBacija und gründete 2017 das Literatur- und Übersetzungsfestival Translatorium, dessen Geschäftsführerin sie ist. Als Kuratorin von Sonderprogrammen und Projekten arbeitet sie beim Internationalen Literaturfestival “Bucharsenal” mit.

 

Foto: privat

Ludmila Shnyr (*1978)

stammt aus dem westukrainischen Lwiw. Sie hat einen Abschluss in Osteuropastudien an der FU-Berlin gemacht. Noch während des Studiums fing sie an, als Dolmetscherin zu arbeiten. Daraus wurde - nach viel Selbststudium, absolvierten Fortbildungen und staatlichen Prüfungen - ihr Beruf. Sie arbeitet seitdem als freiberufliche Dolmetscherin und Übersetzerin für Deutsch, Ukrainisch, Englisch und Russisch in Berlin und ist Mitglied im Verband der Konferenzdolmetscher Deutschlands.

 

Claudia Sinnig (*1965)

aufgewachsen in Gotha, 1988 Diplom Pädagogik Russisch und Englisch sowie Promotion zur litauischen Literatur 1992 an der Universität Leipzig. Ab Herbst 1989 in Vilnius, dort Mitbegründerin des Lithuanian Review (der englischsprachigen Zeitung der litauischen Bürgerbewegung Sąjūdis) und der ersten Gruppe für litauische Frauenstudien an der Universität Vilnius; 1990 Mitarbeiterin des frei gewählten litauischen Parlaments.

Seit 1992 freiberuflich als Übersetzerin (meist aus dem Litauischen, auch aus dem Englischen und Russischen, z.B. Tomas Venclova, Jonas Mekas, Antanas Škėma, Irena Veisaitė) und Literaturwissenschaftlerin. 

“Durch die litauische Literatur, Kultur und Geschichte ergeben sich für mich immer wieder Schnitt- und Berührungspunkte mit dem Ukrainischen, weit verstreut in Raum und Zeit und in verschiedenster Gestalt.”

 

(c) Vesta Hunchenko

Iryna Stasjuk

Ist Kulturwissenschaftlerin, Malerin und Designerin. Geboren in Kyiv, Studium an der Mohyla-Akademie Kiew, lebt in der Vorstadt. Einen Teil ihrer Zeit widmet sich der Erkundung des urbanen Raums.

 

(с) Valentyn Kuzan

Roksolana Sviato (Kyiv)

übersetzt aus dem Deutschen, Englischen und Polnischen und schreibt Literaturkritiken. Sie hat die Werke von Hans Robert Jauss, Melinda Nadj Abonji, Martha Hillers, Hertha Kräftner, Timothy Snider, Slavenka Drakulić, Janusz Korczak u.a. Ins Ukrainische übersetzt.

 

Foto: privat

Nelia Vakhovska (*1980)

studierte Germanistik an der Linguistischen Universität Kyiv und ist als Projektmanagerin und freischaffende Übersetzerin tätig. Sie hat u.a. Martin Pollack, Josef Winkler, Arno Schmidt und Erwin Moser ins Ukrainische übersetzt. Außerdem leitet sie Werkstätten zum literarischen Übersetzen, engagiert sich bei der ukrainischen Initiativgruppe Translators in Action und schreibt  für das Goethe Institut Ukrain einen Blog zum Übersetzen.

“Ich mag das Reflexive an dieser Tätigkeit, selbst wenn ein gewisses  Ausmaß an Konservatismus der Praxis der Übersetzung innewohnen mag.”

 

Foto: privat

Anna Vynnychenko

ist Klangkünstlerin und Komponistin.

“Seit ich sechs bin, mache ich Musik, mit 16 und dann noch einmal mit 23 habe ich verstanden, dass ich selbst komponieren kann. Ich arbeite mit Video und experimentellem Theater. Ich träume davon, Musik für gute Filme und Videospiele zu komponieren. Ich liebe Musik, weil man mit sieben Noten ein unglaubliches Spektrum an Stimmungen und Empfindungen wiedergeben und eine Welt erschaffen kann, die vom Klang her kommt.”

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