Cities of translators Budapest Im Kinderhaus musst du nur Schuhe wechseln, die Sprache nicht | Roma-Dossier
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Im Kinderhaus musst du nur Schuhe wechseln, die Sprache nicht | Roma-Dossier

Im Gespräch mit Melinda Rézműves, Ethnologin, Linguistin, Gemeinschaftsorganisatorin

Antiquariat am Mátyás Platz, Budapest, 30. Oktober 2021.

 

Sie fühlt sich in ihrem Heimatdorf an der ukrainisch-rumänischen Grenze, wo sie das erste Roma-Heimatmuseum Europas in selbst gekauften Häusern in einer Roma-Siedlung eröffnete, zu Hause, genauso wie in Budapest an der ungarischen Akademie der Wissenschaften. Sie wirkte unter anderem bei der Erstellung eines internationalen Romani-Wörterbuchs mit, und arbeitet aktiv an der Sprachpflege in ihrer Dorfgemeinschaft. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher für Jugendliche und Erwachsene. Wir trafen uns mit Melinda Rézműves im Antiquariat am Mátyás Platz im Budapester achten Bezirk.

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Hier können Sie das Interview als Podcast hören:

35:55

Das Gespräch wurde von Daniel Holländer ins Deutsche übersetzt.

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© privat

Melinda Rézműves wuchs in der Roma-Gemeinschaft von Hodász, einem kleinen nordungarischen Dorf auf. Sie absolvierte eine Berufsschule für Kindergartenpädagogik und erlangte 1995 einen Universitätsabschluss in Ethnologie. Zweiundzwanzig Jahre lang arbeitete sie bei einer der wichtigsten Roma-Einrichtungen Ungarns, dem Romano Kher in Budapest, und in Hodász gründete sie das erste Roma-Heimatmuseum des Landes. Sie arbeitet im Forschungszentrum für Sprachwissenschaft der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und hat an internationalen Roma-Wörterbuchprojekten mitgewirkt. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher für Jugendliche und Erwachsene.