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#TUPI OR NOT TUPI
TALKS

Anleitung zum Schmerzessen

Ein Rezept fürs Performance-Übersetzen

Logan February

Logan February reflektiert das Konsumieren und die Umgestaltung der Werke Marina Abramovićs in seiner·ihrer Kunst und Schreiben. Die eigene künstlerische und akademische Beziehung zum Werk der Performance-Künstlerin beschreibt February als „eine Art ekphrastische Übersetzung“. Insbesondere die Spirit Cooking-Performance (1997) hat February inspiriert; sie ist eine Vorlage, um Schmerz und Gewalt als Kunst darzustellen, und zwar nach den Bedingungen der Künstler·in selbst. Anhand Marina Abramović, der Schriftstellerin Sakaya Murata und anderen Essays dieser Reihe erforscht February das subversive, queere und ermächtigende Potential verschiedener Formen kannibalistischer Zeremonien.

TALKS

Eat the Pain

A Recipe for Performance Translation

Logan February

Logan Febuary reflects on their consumption and transfiguration of Marina Abramović’s works through their own art and writing. February describes their artistic and academic relationship to Abramović’s work as “a form of ekphrastic translation”. In particular, the 1997 performance Spirit Cooking is an inspiration, a template for presenting pain and violence as art, on the artist’s own terms. Drawing on influences from Abramović to Sakaya Murata and other essays in this series, February explores the subversive, queer and empowering potential of different forms of cannibalistic ceremonies.

TALKS

Titty, or not titty, that is the question

Uljana Wolf

Uljana Wolf considers the trope of cannibalism as a decolonial motif in translation theory with scepticism and humour. In her contemplation of Tarsila do Amaral’s paintings, she identifies a continuation of the colonial perspective of Antropofagia. Wolf’s gaze turns to Lygia Clark's Performance “Baba Antropofágica” (1969), in which threads are unwound from a mouth. The unwinding of a foreign body from one's own mouth – an anti-anthropophagic analogy to one’s own translation practice?

TALKS

Titty, or not titty, that is the question

Uljana Wolf

Mit Skepsis und Humor blickt Uljana Wolf auf die Kannibalismustrope, die in der literarischen Übersetzungstheorie der letzten Jahre als dekoloniale Figur interpretiert wird. Bei der Betrachtung der Bilder Tarsila do Amarals erkennt sie eine Kontinuität der kolonialen Perspektive der Antropofagia. Uljana Wolfs Blick richtet sich auf Lygia Clarks Performance »Baba Antropofágica« (1969), in der Fäden aus einem Mund abgespult werden. Das Abspulen eines Fremdkörpers aus dem eigenen Mund – eine anti-anthropophagische Analogie zur eigenen Übersetzungspraxis?

TALKS

Die uralte Berührung

Nico Sauer

»Ein kleiner, hagerer Mann mit einem abgetragenen, dunkelgrünen Anzug, leuchtend rotem Bart und einem weit über den Kopf gezogenen Strohhut steigt auf dem Praça da Sé in São Paulo aus einem Reisebus. Er wird von einer Person ähnlicher Körpergröße, breiter gebaut, mit einer luftigen Tunika, europäisch gearbeiteten Lederschuhen, haarlosem Kinn, dunklen, leuchtenden Augen und einem braunen Der Pate-Hut, unter dem ein schwarzer, geflochtener Zopf hervorschaut, per Handschlag begrüßt. Gemeinsam gehen sie in eine nahegelegene Lagerhalle.«

TALKS

An Ancient Encounter

Nico Sauer

"A slight, gaunt man in a dark green threadbare suit disembarks from a coach at Praça da Sé in São Paulo. He has a bright red beard and a broad straw hat pulled down firmly on his head. Someone comes to greet him with a handshake. This person is a similar height, though somewhat broader, and is wearing an airy tunic and European leather shoes. He has a smooth chin, bright eyes, and a black plait peeking out from beneath a Godfather hat. Together they stroll to a nearby warehouse."

TALKS

Verschling(ung)en – Zum kannibalischen Übersetzen eines kannibalischen Textes

Haroldo de Campos: Cadavrescrito (Galáxias) Übersetzung und Kommentar

Charlotte Birkner-Behlen & Mandy Gratz

Die galáxias von Haroldo de Campos (1929-2003) lassen sich nicht übersetzen. Charlotte Birkner-Behlen und Mandy Gratz haben es trotzdem getan und stellen hier ihre Übersetzung von cadavrescrito vor.

TALKS

Von den Verlockungen des Kannibalismus und des Vatermordes

Eine Reflexion über die Weitergabe von Schlüsselkonzepten der beiden brasilianischen Avantgarden der Moderne

Simone Homem de Mello

In ihrem Artikel rekapituliert Simone Homem de Mello zentrale Episoden der Überlieferung des Antropofagia-Begriffs in der brasilianischen Kulturgeschichte seit dem sechzehnten Jahrhundert. Dabei lotet sie metaphorische und metonymische Verschiebungen aus, die bei der Tradierung des Kannibalismus-Bildes stattgefunden haben, und hinterfragt die Diskrepanzen zwischen dem Diskurs zu dieser Kulturtechnik und der mit ihr verbundenen literarischen und übersetzerischen Praxis.

TALKS

Kannibalisches Übersetzen oder Zur Poetik der Einverleibung

Melanie Strasser

Anthropophagie, die metaphorische Einverleibung europäischer Kunst und Literatur und deren Transformation in ein ‹Eigenes›, ist ein wirkmächtiger kultureller Topos aus dem brasilianischen Modernismus. Wie lässt sich der kannibalische Ritus des Verschlingens des Anderen auf den Prozess des Übersetzens übertragen? Welche Möglichkeiten, aber auch welche Schwierigkeiten birgt der Begriff eines ‹kannibalischen Übersetzens›?

TALKS

Kannibalismus

Ricardo Domeneck

Der brasilianische Lyriker Ricardo Domeneck erörtert, welche Vorurteile es gegenüber dem Kannibalismus und Menschenopfern im Namen der Religion in der Kolonialzeit gab und weiterhin gibt. Er setzt sich mit dem Begriff des Ekels in unserem Verhältnis zu anderen Spezies auseinander und stellt uns vor, wie Oswald de Andrades Aufruf zu einer kulturellen Anthropophagie in verschiedenen historischen Kontexten in Brasilien und im Ausland aufgenommen wurde.

TALKS

Anthropophagie und Gastfreundschaft

zu Oswald de Andrade und Haroldo de Campos

Oliver Precht

Für die brasilianische Kultur des 20. Jahrhunderts ist Anthropophagie ein zentraler Begriff. Oliver Precht hat einige der wichtigsten Büchern und Texten zu dem Thema ins Deutsche übersetzt. In seinem Beitrag beleuchtet er die politische Dimension des allgegenwärtigen Verschlingens (und also Übersetzens) anderer Kulturen.