TALKS Berührungsängste Bewegen wir uns in Richtung eines „Sensitivity Translating“?

Bewegen wir uns in Richtung eines „Sensitivity Translating“?

Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte von www.youtube-nocookie.com angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. TOLEDO hat darauf keinen Einfluss. Näheres dazu lesen Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Podiumsdiskussion „Berührungsängste: Bewegen wir uns in Richtung eines „Sensitivity Translating“?

Berührungsängste haben nicht nur in Zeiten der Coronapandemie Sonderkonjunktur – auch die Gespräche und Podien rund um das „Sensitivity Reading“ und „Sensitivity Writing“ haben seit der Debatte um Amanda Gorman die Übersetzungszone erreicht. Hinterfragt wird, was ein·e Übersetzer·in übersetzen darf und was nicht, ob das Übersetzen nicht über Fachwissen und Sprachexpertise hinaus auch ganz bestimmte persönliche Berührungspunkte voraussetzt. Ist nicht die Literatur und erst recht die Poesie der Ort, an dem in höchster Verantwortlichkeit für das Denken und Fühlen auch der Anderen agiert wird? Reicht sprachliche Sensibilität aus, um die Lücken zu füllen oder Ungerechtigkeiten zu beheben, die durch die weißen Flecken und Verdrängungen in Historiographie, Kulturgeschichte und Mentalitätsforschung erst entstanden sind? Gibt es Sensibilisierungsstrategien für Literaturvermittler·innen, die zu mehr Rücksichtnahme, Einfühlsamkeit und Gerechtigkeit führen, und wie lassen diese sich beschreiben?

Zum Ausklang der Konferenz kommen ‚Berührungsängste‘ zu Wort: In diesem Gespräch spüren die Dichterin Kerstin Preiwuß, die Lektorin Katharina Raabe, die afrodeutsche Autorin und Literaturwissenschaftlerin Marion Kraft sowie der Dichter und Übersetzer Steffen Popp den Sensibilitäten nach, die ihre Arbeit mental, politisch oder ideologisch begleiten. Der Übersetzer Douglas Pompeu eröffnet dieses Gespräch mit einem neuen Beitrag für die TOLEDO TALKS-Reihe »Berührungsängste«. Moderation: Beate Tröger

PDF

Die Podiumsdiskussion war Teil von „Was setzt über, wenn Gedichte übersetzt werden“: eine Konferenz mit übersetzenden Dichter·innen & dichtenden Übersetzer·innen, die vom 5.–7. November 2021 im Literaturhaus Halle stattfand.
 
Ein Projekt von Netzwerk Lyrik e.V. in Kooperation mit TOLEDO – Übersetzer·innen im Austausch der Kulturen und Literaturhaus Halle/Saale.

Verwandte Artikel
05.11.2021
Mit den Füßen dort landen, wo man noch nie zuvor war
29.11.2021
Gedichte Übersetzen als Berührungsfeier / wie wider besseres Wissen
22.04.2021
Wer spricht wie für wen mit welchen Worten?